Fußballtrainer Toni Sofia reizt die Aufgabe beim SV 09 Flörsheim

Beim Blick auf die Tabelle der Kreisliga B Main-Taunus muss einem mulmig werden. Ein „Pünktchen“ haben die Kicker des SV 09 Flörsheim in 13 Partien gesammelt und es dabei auf ein beängstigendes Torverhältnis von 20:82 gebracht. Dass es nicht noch düsterer aussieht, ist dem Umstand zu verdanken, dass die „Blauen“ am vergangenen Sonntag zum Derby gegen die Reserve des offenbar nicht verlegungsbereiten Lokalrivalen DJK nicht antraten, was laut Statuten eine 0:3-Niederlage zur Folge hat. Trotz der offenbar arg prekären Lage und dem sich abzeichnenden freien Fall hat sich ein Trainer gefunden, den die Herkulesaufgabe beim A-Liga-Absteiger reizt: „Vielleicht brauche ich die etwas schwierigeren Situationen“, sagt Toni Sofia (54), „und ich möchte grundsätzlich immer etwas aufbauen oder mithelfen, dass es wenigstens ein bisschen besser wird.“ Dennoch räumt der zuletzt zwei Jahre familiär gefragte Groß-Gerauer ein, dass er bei der ersten Spielbeobachtung seiner neuen Mannschaft in Marxheim (2:6) nach fünf Minuten wieder gehen wollte. „Zu jung, zu brav – da war gar nichts.“ Eigentlich sei er nur seinem Arbeitskollegen Fabio Schmidt zuliebe geblieben, der ihn in seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender des Sportvereins auf ein Engagement angesprochen hatte. Dass er am vergangenen Donnerstag das erste Training an der Mainbrücke mit zwölf „Aufrechten“ abhielt, ist offenbar den positiven Entwicklungen in den 14 Tagen zuvor zu verdanken. „Bedingung war, dass ich mir einen Co-Trainer aussuchen konnte und den in Senol Tunaligil gefunden habe. Aber es ist uns auch gelungen, einen Sportlichen Leiter zu installieren und sogar einen Torwarttrainer zu finden“, berichtet der frühere Coach von SKG Erfelden und VfR Rüsselsheim. Obwohl im Zuge der Trennung von Trainer Dieter Weinfortner auch dessen Sohn Maurice „sowie ein weiterer Spieler“ (Sofia) dem SV 09 den Rücken kehrten, könne er auf einen etwa 20-köpfigen Kader zählen. „Dazu kommen noch zwei A-Jugendliche und vier Spieler, die länger pausiert haben.“ Was sportlich Sache ist, in dieser Richtung gibt sich Sofia dennoch keinen Illusionen hin. „Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten, mit Glück vielleicht den einen oder anderen Punkt holen und vor allem zusehen, dass wir nicht wieder andauernd sieben, acht Stück kriegen. Aber es ist noch nicht vorbei. Wenn wir eine Serie starten können, lässt sich der Abstieg noch abwenden“, sagt der neue Übungsleiter – wohl wissend, dass es diesmal zwei Teams direkt erwischt. Sofias Feuerprobe steigt am Sonntag bei SG Sossenheim. Der Tabellensiebte hat 24 Punkte auf dem Konto...

 

Von Martin Krieger

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